Wie gestaltet man ein Verwaltungsgebäude, das unterschiedliche Arbeitsweisen unterstützt und zugleich flexibel bleibt? Diese Frage stand im Zentrum der Ausschreibung für die Möblierung der Zollstrasse 20|36 in Zürich. Das ehemalige Bankgebäude dient dem Kanton heute als Rochadegebäude und als Pilotprojekt für neue Arbeitswelten.
Die Teilnehmenden der Ausschreibung waren gefordert, für sämtliche Geschosse ein eigenes Material- und Farbkonzept zu entwickeln. Unser WID Team (Work Space & Interior Design) entwarf und gestaltete das Konzept für die fünf Regelgeschosse sowie das 6. Obergeschoss mit Cafeteria, Seminarraum und Dachterrasse. Mit diesem Beitrag nahm Schoch Werkhaus 2024 an der Ausschreibung teil – und erhielt den Zuschlag als Gesamtleister Möblierung.
Am Anfang stand für uns die Frage, was die Räume im Alltag leisten müssen. Welche Arbeitsformen finden hier statt? Wo braucht es Ruhe und Konzentration, wo Austausch und Zusammenarbeit? Und wie können Möblierung, Materialien und Farben Orientierung geben, ohne die künftige Nutzung einzuengen?
Aus diesen Überlegungen entwickelten wir ein zusammenhängendes Gestaltungskonzept. Es verbindet Innenarchitektur und Möblierung mit den Funktionen der neuen Arbeitswelt: Arbeitsplätze für konzentrierte Aufgaben, Orte für spontane Besprechungen und Räume für Workshops und gemeinsame Projektarbeit. Dabei achteten wir besonders auf Flexibilität, langlebige Produkte und eine Gestaltung, die über alle Geschosse hinweg eine erkennbare Identität schafft.
Nach dem Gewinn der Ausschreibung begleiteten wir die Umsetzung mit Planung und Projektleitung sowie Lieferung, Montage und Service. Dass der Umbau des Gebäudes mit einem Best Architects Award 2027 in der Kategorie «renovation and addition» ausgezeichnet wurde, freut uns sehr.
Im Objektbericht zeigen wir Ihnen, wie aus unserem Konzept die neuen Arbeitswelten an der Zollstrasse entstanden sind.
